Geschichtliches
zum Stadtgarten
742 erste urkundliche Erwähnung von „Erphesfurt“
(Erfurt)
damaliges Hirschbrühl als Standort des heutigen Stadtgarten
liegt als Vorstadt außerhalb der Befestigungsanlagen der
Altstadt
1786 erste Konzerte in den von den Besitzern
kunstvoll verschönerten Gärten

1796 geht das Grundstück an den Schuhfabrikanten
Vogel über – heutiger Stadtgarten nennt sich „Vogelsgarten“
– Gründung einer Lesegesellschaft, Billard- und Gastrecht
1838 erste Gartenbau- und Gewerbeschau im
„Vogelsgarten“

1860 Errichtung einer Tonhalle im „Vogelsgarten“
9.-17. September 1865 erste internationale
Land- und Gartenbauausstellung in Erfurt, Ausstellungsort „Vogels-
und Hellingsgarten“, unter anderem das Gelände des heutigen
Stadtgarten
18.Juli 1870 Großes Thüringer Sängerbundfest
im „Vogelsgarten“
1.Oktober 1873 Aufhebung der Festungseigenschaft
Erfurts, Bebauung außerhalb der bisherigen Stadtbefestigung,
zum Teil Beseitigung von Stadtmauern und Wällen – der „Vogelsgarten“
ist nicht mehr Vorstadt
ab 1890 „Vogelsgarten“ wird durch stadtplanerische
Umstrukturierungsmaßnahmen zum „Tor“ zur Altstadt
1894 Erwerb des „Vogelsgarten“ durch W. Hoffmann,
Erweiterung des vorhandenen Musiksaals; Begründung des Reichshallentheaters,
nun regelmäßige Konzerte, Theatervorstellungen, später Operette
und kinematographische Aufführungen

1913 Gartenbauausstellung; „Vogelsgarten“
ist einer der Veranstaltungsorte (kulturelle Beiträge, Gastronomie)
1932 Übergang des „Vogelsgarten“ in Stadtbesitz
als kommunales Wirtschaftsunternehmen „Reichshallen“, damals
Erfurts größter Konzert- und Konferenzsaal (1100 Sitzplätze)
1946 Umbenennung „Vogelsgarten“ in „Stadtgarten“
1961 Gründung des Zentralen Klubs der Jugend
und Sportler (ZKJS), verschiedene Tanzveranstaltungen, Zirkel,
Volks- und Laienkunst, Klubarbeit etc.
bis zur Wende Fortbestand als Jugendklub und Lokal für verschiedene
kulturelle Veranstaltungen, Kongresse und Konzerte
Anfang 1991 letzte Konzerte im Stadtgarten
1993 – 1995 Nutzung des Freigeländes als Biergarten
1996 – 2003 Werkstatt und Probebühne der Städtischen
Bühnen Erfurt, im Verbindungsbau deren Grafikatelier, im angrenzenden
Eckgebäude Verwaltungssitz
mit Fertigstellung des Theaterneubaus im Brühl im Jahr 2003
Umzug der Städtischen Bühnen Erfurt an den neuen Standort und
damit Aufgabe der Nutzung sämtlicher Gebäudeteile des Stadtgartens
Februar 2005 Übernahme des Stadtgartens durch
die „Stadtgarten Erfurt GbR – Gastronomie & EventService“
Quelle: Rothmann, Thomas, (2003),„Ateliers Sta(dt)/t
Garten– Über die Transformation eines Kulturortes“, Freie wissenschaftliche
Arbeit an der Bauhaus- Universität Weimar Professur Bauformenlehre,
unveröffentlichtes Manuskript
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